Grünland für Niemand ?

Das REK 2026 geht von veralteten Daten aus.

Unklare Planungsgrundlagen

Das REK 2026 sieht derzeit die Verwirklichung von 12.000 neuen Wohnungen vor. Laut ÖREK 2030 (Österreichische Raumordnungskonferenz)  wird das Wachstum privater Haushalte der Stadt SBG mit 6,1 % bis 2040 angenommen. Landestatistik und Statista Austria rechnen für die Landeshauptsstadt im Zeitraum von etwa 10 Jahren mit einem Plus von grob 6.000 Einwohnerinnen, was einem Wachstum von ca. 4% entspricht. Danach flacht das Wachstum ab. Bezogen auf die Haushaltsgrößenverteilung lt. REK 2026 Grundlagenbericht Kap, 2 ergibt sich daraus ein Wohnungsbedarf von etwa 4.080 neuen Wohnungen. 
Im REK Grundlagenbericht Kap. 2 , S.37 heißt es weiter: 
 "Eine Schwierigkeit (bei der Wohnraumbedarfsermittlung für gefördetes Wohnen) ist, dass es keine allgemeine, zentrale Stelle für Wohnungssuchende im Bundesland gibt, weshalb es durchaus zu Doppel- und Mehrfachnennungen auf diversen Wartelisten (der einzelnen Gemeinden) kommen kann". 
Ebenda heißt es auf S. 41 zum Thema  Wohnungsleerstand: 

"Im Rahmen einer Studie aus dem Jahr 2015 wurde der Wohnungsleerstand in der Stadt Salzburg erhoben. Insgesamt dürften 2014 rund 4.800 Wohnungen tatsächlich leer gestanden sein (vgl. SIR 2015, S. 33). Dies entspricht 5,6% der Wohnungen in der Stadt Salzburg. Abzüglich Sanierungen und Kurzzeitnutzungen wird als theoretisches Mobilisierungspotential eine Anzahl von rund 3.500 nicht genutzter Wohnungen angenommen (vgl. SIR 2015, S. 35). 

Zusammengefasst ergeben die neuesten Erhebungen für den Planungszeitraum einen Bedarf von ca.  6-7.000 neuen Wohnungen. Abzüglich einer Mobilitätsreserve von 3.500 Wohnungen also ca. 3.500, statt 12.000 neuer Wohnungen. Dabei liegt die eigentliche Zahl der Anträge nach gefördertem Wohnraum im Nebel.

Wir fordern eine Wohnraumbedarfs-Planung, die auf nachvollziehbaren und aktuellen Erkenntnissen basiert.