Die Infrastruktur wird kollabieren !

Gemäß Raumordnungsgesetz muss im Rahmen eines REK die Auswirkung auf die Infrastruktur geprüft werden. Wir lassen uns hier nicht auf einen späteren Zeitpunkt vertrösten ! 

Keine Daten zur Infrastruktur im REK 2026

Im Grundlagenpapier des REK 2007 befindet sich eine Untersuchung zur Verkehrsentwicklung der L105 Halleiner Landstrasse (Aigner Strasse). Diese fehlt im REK 2026 vollständig. Seit 2005 sind wesentliche Neubaugebiete wie Gartensiedlung 1 und 2, Aigen X und die Valkenauer-Siedlung hinzugekommen. Das populistische Argument: "Jetzt ist mal der Süden dran" ist schon durch den Grundlagenbericht von 2021 widerlegt. Seit 2001 wächst die Bevölkerung in Aigen um mehr als 20% (s. Grafik oben). Ohne dass Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur getätigt wurden. Gemäß „Grünlanddeklaration“ ist „das zusätzliche individuelle motorisierte Verkehrsaufkommen für die Umgebung als verträglich einzustufen.“ Diese Einstufung ist bisher nicht erfolgt. Sie muss aus unserer Sicht aber erfolgen, bevor man über die Venichtung von Grünland entscheidet. Die Aignerstrasse ist mit der Eröffnung der Unterführung an der Valkenauerstrasse vor 33 Jahren letztmalig an erhöhtes Verkehrsaufkommen angepasst worden. Laut Kraftfahrzeuglärmkataster fuhren schon 2015 täglich mehr als 20.000 Autos über die L1o5. An der Überfuhrstrasse wurden vor 10 Jahren tagsüber bis auf 17 Meter Entfernung bereits 65 db gemessen (Nachts 25 Meter). 
 

Soziale Infrastruktur: Das Gebiet ist gut mit Geschäften und Gesundheitseinrichtungen versorgt. Ob (bei über 200 neuen Wohnungen) über mehrere Jahre ausreichende Kindergartenplätze und später Volksschulplätze zu machen sind, ist eine andere Frage. Die bestehenden Kindergärten sind schwierig erreichbar, privat geführt und überdies ausgelastet. Gleiches gilt für die Volksschulen.
 
 

Verkehrsinfrastruktur rund um das Aignertal: 

Die Kreuzung beim Gasthaus Überfuhr macht schon jetzt Probleme. Radler, Schleichweg-Verkehr (Elsbethen-Karolinenbrücke), Touristen und Spaziergänger treffen aufeinander. Die Kreuzung ist schwer einsichtig und für den Schleichwegverkehr überhaupt nicht geeignet. Bei der Bäckerei Hoztrattner verengt sich die Überfuhrstraße. Hier kommt es vor allem morgens zu riskanten Situationen. 

Sollte eine Tiefgaragenausfahrt knapp an der Kreuzung Überfuhr-/Aignerstraße in die Überfuhrstrasse einmünden, so wäre mit dem Zu- und Abfahrtsverkehr vom dm-Markt und den dort befindlichen Arztpraaxen Chaos programmiert. 

 

Übergeordneter Verkehr: Aignerstraße, Buslinien 7 und 160, S-Bahn 

Die Aignerstraße ist eine Hauptverkehrsadern der Stadt. Sie hat kaum Busspuren, auch keine Radwege, da fehlt der Platz. Beide Buslinien stecken viel im Stau. Der 160er kommt sehr unzuverlässig. Kommen aber beim Erdbeerfeld noch einmal weitere 1000 Wohnungen dazu, kollabiert die gesamte Infrastruktur zwangsläufig. Der erträumte S-Bahn-Anschluss, den es ohne verlässliche Aussagen der ÖBB nicht geben wird, würde nur ca. 600 Meter von der Haltestelle Salzburg Süd entfernt sein. Wer die S-Link-Träume zerplatzen gesehen hat, kennt sich aus. 


Wir fordern eine fachliche Begutachtung der Auswirkungen des REK 2026 auf die soziale und verkehrstechnische Infrastruktur in Aigen vor der Umwidmung von Flächen