Aigen ist Hochwasserschutzgebiet !
Nach den Überflutungskatastrophen wie in Niederösterreich hat man nichts dazugelernt.
Aigen: Land unter !
Der Aubach (oben rot) ist eine der wenigen APSFR-Gewässerstrecken in Salzburg (Areas of Potential Significant Flood Risk). Er verläuft gänzlich entlang der Prüfflächen und entwässert den Gaisberg sowie die HQ300-Flächen des Aignertals. Diese Ausweisung erfolgt im Rahmen der EU-Hochwasserrichtlinie, die sich nach den jüngsten Hochwasserkatastrophen derzeit in Überarbeitung befindet.
Hydrologen rechnen damit, daß sich bei einer wasserdichten Fundamentierung das Grundwasser - das im Aignertal in maximal 5 Meter Tiefe ansteht - andere Wege suchen wird. Betagte Aigner:innen wissen, dass das ganze Gefüge hoch sensibel ist. Deshalb hat der Aubach so ein riesiges Bachbett. Deshalb stehen die Häuser in der Waldburgerstraße auf Podesten. Deshalb wurden in der Guggenbichlerstraße die Keller schon vor 20 Jahren als Betonwannen ausgeführt. Es ist die tiefste Freifläche des Stadtteils, weniger als 150 m von der Salzach entfernt. Der Grundwasserspiegel ist hier sehr hoch. Daher auch der jährliche kleine See an der Südspitze des Grundstücks. Er versickert nur langsam. Studien zeigen, dass zunehmende Flächenversiegelung die Wasserdurchlässigkeit deutlich reduziert, was zu erhöhter Oberflächenabflussrate bei Starkregen führt und dadurch das Hochwasserrisiko erheblich steigert. Die Studie auf grü-in-die-stadt.de verdeutlicht, dass versiegelte Flächen die Wasserrückhaltung in Städten beeinträchtigen und somit Überschwemmungen begünstigen. Das Forschungsprojekt „ADAPT-UHI“ hebt hervor, dass die Flächenversiegelung die Gefahr urbaner Sturzfluten erhöht, da der Regenwasserabfluss durch die unversiegelten Flächen nicht mehr ausreichend verzögert oder zurückgehalten werden kann. Laut einer Analyse auf umweltfoerderung.at erschweren fehlende Retentionsräume und die Zunahme der Versiegelung die Wasserableitung bei Starkregen, was die Gefahr lokaler Überflutungen verschärft. s. Studie GeoSphere Austria
Wir fordern ein fachspezifisches hydrologisches Gutachten über die Auswirkungen einer Bebauung des Aignertales vor einer Umwidmung von Geschütztes Grünland in Bauland.